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09. September 2010
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Fünf innovative und wegweisende Energiesparprojkete wurden mit dem «Watt d'Or», dem Schweizer Energiepreis des Bundesamtes für Energie (BFE) ausgezeichnet.
Watt d'Or 2010

Die vielfältigen eingereichten Projekte zeigen, dass die nachhaltige Schweizer Energielandschaft blüht und neue wegweisende Projekte und exzellente Ideen hervor bringt.

Projekte aus der ganzen Schweiz wurden durch das BFE ausgezeichnet: Ein Projekt zur nachhaltigen Wasserversorgung in der Tessiner Gemeinde Gordola, die grösste Biogasanlage der Schweiz in Inwil (LU) oder eine Erdgasentspannungsanlage der Gasverbund Mittelland AG in Arlesheim (BL).

Erdgasentspannungsanlage in Arlesheim (BL)
Diese Erdgasentspannungsanlage schöpft die Energie ab, die entsteht, wenn Gas vom Hochdruck der Hauptleitungen auf Niederdruck für die Konsumenten gebracht wird. Der Gasverbund Mittelland kann damit Strom für 1200 Haushalte gewinnen.

Hybridmotor der ETH Zürich
Eine absolute Weltpremiere ist der Hybridmotor der ETH Zürich. Er soll bis zu 30 Prozent Einsparungen beim Energieverbrauch bringen. Bisher waren Hybrid-Autos für die Entwicklungsländer zu teuer. Sie benötigten neben dem Benzinmotor einen Elektromotor mit einer teuren Batterie.

Die ETH Zürich hat dies nun radikal geändert: Benötigt wird nur noch ein kleiner Benzinmotor. Dieser wird verstärkt durch einen Druckluftank, der sich beim Bremsen füllt. Schade ist, dass bis jetzt noch kein Investor gefunden wurde, um das Projekt umzusetzen.

60 Projekte zur Auswahl
Insgesamt standen im Rahmen der diesjährigen Preisausschreibung rund 60 Projekte zur Auswahl. 18 dieser Projekte kamen in die Endrunde. Die Jury stand unter der Leitung der Tessiner CVP-Nationalrätin Chiara Simoneschi-Cortesi.
Alle Siegerprojekte Watt d'Or 2010
Kategorie 1: Gesellschaft

«Gordola - Nachhaltige Wasserversorgung», Azienda Acqua Potabile Comunale Gordola

Wasser sparen heisst Energie sparen. Statt mehrere Millionen Franken in ein überdimensioniertes Projekt für ein neues Trinkwassernetz zu stecken, hat die Tessiner Gemeinde Gordola einfach die die Lecks im bestehenden Trinkwassernetz geflickt und die Wasserverbrauchsspitzen gebrochen. Mit dem dadurch eingesparten Strom könnten 200 Haushalte ein ganzes Jahr versorgt werden.


Kategorie 2: Energietechnologien


«Stromerzeugung durch Erdgasentspannung mit einer Turbine», Gasverbund Mittelland AG, Arlesheim

In Oberbuchsiten im Kanton Solothurn steht ein Kraftwerk der besonderen Art. Eine so genannte Erdgasentspannungsanlage schöpft die Energie ab, welche entsteht, wenn das Gas vom Hochdruck der Hauptleitungen auf Niederdruck für die Konsumenten gebracht wird. Aus dieser CO2-armen Energie, die anderorts einfach verpufft, macht Oberbuchsiten Strom für 1200 Haushalte.


Kategorie 3: Erneuerbare Energien

«SwissFarmerPower», SwissFarmerPower Inwil AG, Luzern

Die grösste Biogasanlage der Schweiz steht im luzernischen Inwil. Sie verarbeitet seit Oktober 2008 biogene Abfälle zu Biogas, das als CO2-neutraler Treibstoff für Erdgasfahrzeuge dient. An der 22 Millionen teuren Anlage sind 72 Landwirte beteiligt.


Kategorie 4: Mobilität

«Pneumatischer Hybridmotor», Institut für Dynamische Systeme und Regelungstechnik, ETH Zürich

Das Team von Professor Lino Guzzella an der ETH Zürich hat als Weltpremiere einen kostengünstigen pneumatischen Hybridmotor entwickelt. Bei Mehrkosten von nur 20 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Motoren erreicht er eine Energieeinsparung von bis zu 30 Prozent.


Kategorie 5: Gebäude

«Modernisierung Mehrfamilienhaus Feldbergstrasse 4+6 zum Plusenergiehaus», Viridén + Partner AG, Zürich

Dass sie ihrer Zeit weit voraus ist, sieht man der Liegenschaft an der Feldbergstrasse 4 und 6 in Basel nicht auf Anhieb an. Die umfassend modernisierten und zusammengelegten Mehrfamilienhäuser aus dem Jahr 1896 setzen jedoch einen neuen Massstab für die Zukunft, indem sie übers Jahr weniger Energie für Wärme verbrauchen, als sie produzieren.


Quelle: Bundesamt für Energie (BFE)
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