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Fünf innovative und wegweisende Energiesparprojkete wurden mit dem «Watt d'Or», dem Schweizer Energiepreis des Bundesamtes für Energie (BFE) ausgezeichnet.
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|  | Die vielfältigen eingereichten Projekte zeigen, dass die nachhaltige Schweizer Energielandschaft blüht und neue wegweisende Projekte und exzellente Ideen hervor bringt.
Projekte aus der ganzen Schweiz wurden durch das BFE ausgezeichnet: Ein Projekt zur nachhaltigen Wasserversorgung in der Tessiner Gemeinde Gordola, die grösste Biogasanlage der Schweiz in Inwil (LU) oder eine Erdgasentspannungsanlage der Gasverbund Mittelland AG in Arlesheim (BL).
Erdgasentspannungsanlage in Arlesheim (BL) Diese Erdgasentspannungsanlage schöpft die Energie ab, die entsteht, wenn Gas vom Hochdruck der Hauptleitungen auf Niederdruck für die Konsumenten gebracht wird. Der Gasverbund Mittelland kann damit Strom für 1200 Haushalte gewinnen.
Hybridmotor der ETH Zürich Eine absolute Weltpremiere ist der Hybridmotor der ETH Zürich. Er soll bis zu 30 Prozent Einsparungen beim Energieverbrauch bringen. Bisher waren Hybrid-Autos für die Entwicklungsländer zu teuer. Sie benötigten neben dem Benzinmotor einen Elektromotor mit einer teuren Batterie.
Die ETH Zürich hat dies nun radikal geändert: Benötigt wird nur noch ein kleiner Benzinmotor. Dieser wird verstärkt durch einen Druckluftank, der sich beim Bremsen füllt. Schade ist, dass bis jetzt noch kein Investor gefunden wurde, um das Projekt umzusetzen.
60 Projekte zur Auswahl Insgesamt standen im Rahmen der diesjährigen Preisausschreibung rund 60 Projekte zur Auswahl. 18 dieser Projekte kamen in die Endrunde. Die Jury stand unter der Leitung der Tessiner CVP-Nationalrätin Chiara Simoneschi-Cortesi.
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| Alle Siegerprojekte Watt d'Or 2010 |
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Kategorie 1: Gesellschaft
«Gordola - Nachhaltige Wasserversorgung», Azienda Acqua Potabile Comunale Gordola
Wasser
sparen heisst Energie sparen. Statt mehrere Millionen Franken in ein
überdimensioniertes Projekt für ein neues Trinkwassernetz zu stecken,
hat die Tessiner Gemeinde Gordola einfach die die Lecks im bestehenden
Trinkwassernetz geflickt und die Wasserverbrauchsspitzen gebrochen. Mit
dem dadurch eingesparten Strom könnten 200 Haushalte ein ganzes Jahr
versorgt werden.
Kategorie 2: Energietechnologien
«Stromerzeugung durch Erdgasentspannung mit einer Turbine», Gasverbund Mittelland AG, Arlesheim
In
Oberbuchsiten im Kanton Solothurn steht ein Kraftwerk der besonderen
Art. Eine so genannte Erdgasentspannungsanlage schöpft die Energie ab,
welche entsteht, wenn das Gas vom Hochdruck der Hauptleitungen auf
Niederdruck für die Konsumenten gebracht wird. Aus dieser CO2-armen
Energie, die anderorts einfach verpufft, macht Oberbuchsiten Strom für
1200 Haushalte.
Kategorie 3: Erneuerbare Energien
«SwissFarmerPower», SwissFarmerPower Inwil AG, Luzern
Die
grösste Biogasanlage der Schweiz steht im luzernischen Inwil. Sie
verarbeitet seit Oktober 2008 biogene Abfälle zu Biogas, das als
CO2-neutraler Treibstoff für Erdgasfahrzeuge dient. An der 22 Millionen
teuren Anlage sind 72 Landwirte beteiligt.
Kategorie 4: Mobilität
«Pneumatischer Hybridmotor», Institut für Dynamische Systeme und Regelungstechnik, ETH Zürich
Das
Team von Professor Lino Guzzella an der ETH Zürich hat als Weltpremiere
einen kostengünstigen pneumatischen Hybridmotor entwickelt. Bei
Mehrkosten von nur 20 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Motoren
erreicht er eine Energieeinsparung von bis zu 30 Prozent.
Kategorie 5: Gebäude
«Modernisierung Mehrfamilienhaus Feldbergstrasse 4+6 zum Plusenergiehaus», Viridén + Partner AG, Zürich
Dass
sie ihrer Zeit weit voraus ist, sieht man der Liegenschaft an der
Feldbergstrasse 4 und 6 in Basel nicht auf Anhieb an. Die umfassend
modernisierten und zusammengelegten Mehrfamilienhäuser aus dem Jahr
1896 setzen jedoch einen neuen Massstab für die Zukunft, indem sie
übers Jahr weniger Energie für Wärme verbrauchen, als sie produzieren.
Quelle: Bundesamt für Energie (BFE)
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